Pilates-Zubehör ist eine wertvolle Ergänzung für jedes Training, egal ob du Anfänger bist oder bereits Erfahrung mit Reformer-Pilates hast. Es bietet nicht nur zusätzliche Abwechslung und Herausforderung, sondern hilft dir auch dabei, Übungen korrekt auszuführen und bestimmte Muskelgruppen besser zu aktivieren. Mit Hilfsmitteln wie dem Pilates-Ball oder -Ring kannst du dein Gleichgewicht, deine Flexibilität und Kraft verbessern, während du Verletzungen vorbeugst und die Intensität deines Trainings an dein individuelles Niveau anpasst. Kurz gesagt: Die folgenden Accessoires machen deine Trainingseinheit unterhaltsamer, vielseitiger und effektiver.
1. Pilates-Ring (Magic Circle)
Der Pilates-Ring ist ein vielseitiges Hilfsmittel, um ein Reformer-Pilates-Training intensiver zu gestalten, indem er zusätzlichen Widerstand bietet und die Muskelaktivierung erhöht.
1. Platzierung zwischen den Beinen oder Knöcheln
Dies ist eine der häufigsten Anwendungsmöglichkeiten.
- Vorteil: Vor allem Training der inneren Beinmuskulatur (Adduktoren) und Verbesserung der Stabilität des Beckens und der Körpermitte.
- Anwendung:
- Footwork/Leg Circles: Liegend auf dem Schlitten, mit den Füßen in den Schlaufen (Straps) oder auf der Fußstange, platzieren Sie den Ring zwischen Ihren Knöcheln oder knapp oberhalb der Knöchelknochen. Während Sie die Beine ausstrecken oder Kreisbewegungen ausführen, drücken Sie den Ring zusammen und halten die Spannung, um die inneren Beinmuskeln zu aktivieren.
- Kniebeugen/Seitliche Spagat: Bei stehenden Übungen auf dem Reformer (wie seitlichen Spagaten) kann der Ring zwischen den Knien oder Knöcheln verwendet werden, um die Adduktoren zu trainieren, während Sie die Beine bewegen.
- Footwork/Leg Circles: Liegend auf dem Schlitten, mit den Füßen in den Schlaufen (Straps) oder auf der Fußstange, platzieren Sie den Ring zwischen Ihren Knöcheln oder knapp oberhalb der Knöchelknochen. Während Sie die Beine ausstrecken oder Kreisbewegungen ausführen, drücken Sie den Ring zusammen und halten die Spannung, um die inneren Beinmuskeln zu aktivieren.
2. Platzierung zwischen oder an den Armen
Dies zielt auf den oberen Rücken, die Brust und die Arme ab.
- Vorteil: Stärkung der Brustmuskulatur (Pectorals) und der Schultern sowie Verbesserung der Körperhaltung.
- Anwendung:
- Armtraining (sitzend oder stehend): Halten Sie den Ring mit beiden Händen fest, wobei die Handflächen auf den Griffen liegen. Während Sie die Arme ausstrecken (z. B. mithilfe der Gurte), drücken Sie den Ring zusammen, um die Brust- und Schultermuskulatur zu aktivieren.
- Übungen im Stehen: Der Ring kann auch hinter dem Rücken platziert werden, um die Schultern zu führen und zu öffnen, was oft dabei hilft, eine gekrümmte Haltung zu korrigieren.
- Armtraining (sitzend oder stehend): Halten Sie den Ring mit beiden Händen fest, wobei die Handflächen auf den Griffen liegen. Während Sie die Arme ausstrecken (z. B. mithilfe der Gurte), drücken Sie den Ring zusammen, um die Brust- und Schultermuskulatur zu aktivieren.
3. Platzierung unter den Füßen
- Vorteil: Bietet eine instabilere Oberfläche, was das Gleichgewicht und die Rumpfstabilität bei Stehübungen oder Fußarbeit auf der Fußstange zusätzlich fordert.
- Anwendung: Platzieren Sie den Rand des Rings unter dem Fußballen eines oder beider Füße auf der Fußstange oder dem Schlitten.
4. Unterstützung oder Feedback
Der Ring wird nicht nur als Widerstand eingesetzt, sondern auch, um die richtige Ausrichtung zu fördern oder als taktiles Feedback.
- Ziel: Hilft, eine Verbindung zu bestimmten Muskelgruppen herzustellen und die Form zu bewahren.
- Anwendung: Beispielsweise kann der Ring bei Brückenübungen (Hip Rolls) zwischen die Knie gelegt werden, um die Beckenmuskulatur einzubeziehen und für eine korrekte Hüftausrichtung zu sorgen.
Wichtig: Beginne mit leichterem Widerstand (Federn am Reformer), wenn du den Ring zum ersten Mal einsetzt, und steigere die Intensität schrittweise, um Verletzungen zu vermeiden und die richtige Form beizubehalten. Die Verwendung des Rings erfordert zusätzliche Koordination, daher ist eine Rücksprache mit einem Trainer empfehlenswert.
2. Pilates-Anti-Rutsch-Socken (Grip Socks)
Pilates-Anti-Rutsch-Socken sind speziell entwickelte Socken mit Gummi- oder Silikon-Grip-Noppen an der Sohle. Sie sorgen für zusätzlichen Halt, Hygiene und Stabilität bei Pilates-Übungen, insbesondere beim Training am Reformer oder auf der Matte. Sie sind eine sichere und bequeme Alternative zum Training barfuß.

1. Bei Reformer-Übungen
Dies ist eine der häufigsten Anwendungen von rutschfesten Socken.
- Verwendung: Bei liegenden, sitzenden oder stehenden Übungen auf dem Reformer trägst du die Socken, um ein Abrutschen auf dem Schlitten oder der Fußstange zu verhindern. Sie werden häufig bei Fußarbeit, Brückenübungen und stehenden Sequenzen verwendet.
- Vorteil: Der zusätzliche Halt erhöht die Sicherheit und erleichtert es, kontrolliert Kraft aufzubringen, während du dich besser auf die Technik und die Aktivierung der Rumpfmuskulatur konzentrieren kannst.
2. Bei stehenden und Gleichgewichtsübungen
Anti-Rutsch-Socken sind ideal für Übungen, bei denen Stabilität entscheidend ist.
- Anwendung: Bei stehenden Übungen wie Ausfallschritten, Seitenspalten oder Einbein-Gleichgewichtsübungen auf dem Reformer oder der Matte.
- Vorteil: Die Socken verringern die Rutschgefahr und unterstützen eine stabile Haltung, wodurch kleine stabilisierende Muskeln effektiver beansprucht werden.
3. Bei Mat-Pilates und Gruppenkursen
Auch außerhalb des Reformers sind rutschfeste Socken sehr praktisch.
- Anwendung: Bei Mat-Übungen wie Planks, Roll-ups, Bridges und Stretching, insbesondere auf glatten Studio- oder Turnhallenböden.
- Vorteil: Sie verbessern den Halt und die Hygiene in Gruppenkursen und helfen dabei, die korrekte Fußstellung und Körperausrichtung beizubehalten.
3. Pilates-Ball (Softball)
Der Pilates-Ball ist ein kleines, weiches, leicht aufgeblasenes Hilfsmittel, das die Stabilität fördert und taktiles Feedback (Gefühl) vermittelt, wodurch die tiefen Rumpfmuskeln aktiviert werden.

1. Unterstützung des Beckens oder des unteren Rückens
Der Ball wird häufig verwendet, um die Körperhaltung zu verbessern und die Aktivierung der Rumpfmuskulatur im Liegen zu verstärken.
- Anwendung: Lege den (leicht entleerten) Ball während Übungen wie dem „Pelvic Curl“ (Beckenkippung oder Brücke) unter deinen unteren Rücken (Lendenwirbelsäule) oder unter das Becken.
- Vorteil: Dies hilft, die natürliche Krümmung der Wirbelsäule zu erhalten, und zwingt die tiefen Bauchmuskeln dazu, stärker zu arbeiten, um die Bewegung zu stabilisieren, anstatt die größeren Muskeln in den Beinen oder im Gesäß zu beanspruchen.
2. Zwischen den Beinen oder Knöcheln
Genau wie der Pilates-Ring hilft der Pilates-Ball dabei, die inneren Beinmuskeln (Adduktoren) zu aktivieren, allerdings auf sanftere Weise.
- Anwendung: Legen Sie den Ball bei „Footwork“ (Beinpressen) oder „Leg Circles“ mit den Straps zwischen die Knie oder Knöchel.
- Vorteil: Das weiche, nachgiebige Material des Balls bietet eine andere Art von Widerstand als der starre Ring. Der Fokus liegt mehr auf Verbindung und Muskelaktivierung als auf reiner Kraft.
3. Unter dem Fuß (bei stehenden Übungen)
Der Ball schafft eine instabile Oberfläche, die das Gleichgewicht und die Propriozeption (Körperwahrnehmung) herausfordert.
- Anwendung: Legen Sie den Ball bei stehenden Ausfallschritten oder Kniebeugen unter einen Fuß auf den „Carriage“ oder auf den Boden.
- Vorteil: Die Instabilität zwingt die Stabilisatoren von Knöchel, Knie und Hüfte zu ständiger Korrektur, was für funktionelle Kraft unerlässlich ist.
4. Zwischen den Händen (für den Oberkörper)
- Anwendung: Halte den Ball während der Armübungen mit den Bändern zwischen den Handflächen.
- Vorteil: Indem du den Ball sanft drückst, aktivierst du die Brustmuskulatur und sorgst für eine bessere Ausrichtung der Schultern.
